Bild Z-2000 Unabhängiger Zahnärzteverband in Hamburg e. V. (© The Photos - Fotolia.com)

Z-2000: Der Verband

Gründung, Hintergründe, Ziele

Unser Verband wurde 1994 im Zuge der Wahlen zur Kassenzahnärztlichen Vereinigung Hamburg (KZV) gegründet. Damals trumpfte der Freie Verband Deutscher Zahnärztemit seiner Parole "Raus aus der GKV" auf und unterstützte die Konfrontationspolitik des "Korbes" (= notariell hinterlegte Absichtserklärung, gemeinschaftlich die Kassenzulassung zurück zu geben) gegen die damalige CDU/FDP-Regierung unter Kohl mit dem Gesundheitsminister Horst Seehofer. Der FVDZ-Landesverband Hamburg versuchte 1994 mit sehr polemischen Attacken und Rundbriefen, die Wiederwahl des damaligen KZV-Vorsitzenden Dr. Wolfgang Klenke zu verhindern. Z-2000 unterstützte Dr. W. Klenke und gewann die Wahlen. Seitdem stellte Z-2000 stets die Mehrheit der Zahnärzte in der Vertreterversammlung der KZV Hamburg und bestimmte so die Führung der KZV. Auch in der Delegiertenversammlung der Zahnärztekammer Hamburg bekennt sich die Mehrheit der Delegierten zu Z-2000.

Die direkte Konfrontation mit dem FVDZ aber ist beendet. Im überparteilichen HZV (Hamburger Zahnärzte Verband e.V.) ergänzen sich Z-2000 und FVDZ. Der HZV war gegründet worden, als kurzfristig 1998 die Gefahr bestand, dass sie KZVen aufgelöst und deren Vermögen und Verwaltungsapparat in eine staatliche zahnarztfremde Verwaltung umgewandelt werden sollte.

Als die KZVen zwangsweise durch die Politik der SPD / Die Grünen unter Gesundheitsministerin Ulla Schmidt in die Hauptamtlichkeit der Vorstände geführt wurden (die Politiker hofften, dass so die KZV-Führung in die Hände von Gesundheitsmanager und Verwaltungsjuristen fiele, mit denen sie leichteres Spiel hätten), rief die FDVZ-Führung bundesweit zum Boykott der Tätigkeit in KZVen auf.

Zum Glück hielten sich etliche FVDZ-Mitglieder nicht daran und die Arbeit der KZVen konnte in allen Bundesländern weitergeführt werden; ansonsten hätten wir jetzt wohl tatsächlich KZVen, die mehr ein Vollstreckungsorgan der Gesundheitspolitiker und Verwaltungsbeamten wären. Zugriff auf Statistik und Abrechnungsdaten wären verloren, Mitbestimmung bei Honorarverteilung und Punktwertgestaltung fiele aus; eine berufspolitische Vertretung ohne die Mittel der Körperschaft öffentlichen Rechts nur in Vereinsform wäre sicher deutlich schwieriger.

Statt sich einer Mitwirkung an der Gesundheitspolitik zu verweigern, haben die IGZ-Verbände die befundbezogenen Festzuschüsse in die gesundheitspolitische Diskussion eingeführt. Nach anfänglicher Ablehnung haben dann moderatere FVDZ-Anhänger und Meinungsführer ( die in den KZV-Gremien und der KZBV weitergearbeitet hatten) den Ansatz aufgenommen und schließlich wurden die ZE-Festzuschüsse eingeführt und die Budgetierung in diesem Bereich konnte abgeschafft werden – wenn auch mit finanziellen Einbrüchen im ZE-Sektor durch eine Verunsicherung der Bevölkerung und durch das politische Versäumnis, die Minderausgaben im ZE-Bereich für den Gesamtbereich "Zahnmedizinische Behandlungskosten" zu retten .

Jetzt, nach fünf Jahren der politischen "Teil-Abstinenz" des FVDZ ist der "Bann", den der Bundesvorstand erlassen hatte, aufgehoben. Der FVDZ wird sich wieder an den KZV-Wahlen in den Ländern beteiligen, auch wenn die Hauptamtlichkeit der Vorstände in KZVen und der KZBV bleibt.

Die IGZ-Verbände sehen diese Entwicklung mit einem gesunden Misstrauen. Es bleibt abzuwarten, ob die moderaten und kompromissbereiten Kräfte im FVDZ die Oberhand gewinnen oder ob wieder Hardliner mit einem politischen Stil des "Gegen-die-Wand-fahren" die Linie im FVDZ bestimmen.

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